Valley of Fire

Da unsere inneren Uhren noch auf europäische Zeit eingestellt waren, waren wir bereits um 5 Uhr hellwach. Aber da wir für diesen Tag noch einiges geplant hatten war das nicht weiter schlimm. Bis zum Frühstück, dass um 6:30 startete waren wir also abfahrbereit. Das erste amerikanische Frühstück hat uns überrascht. Ich hatte mit jeder Menge ungesundem Süßkram und ganz viel Bacon gerechnet. Den gab es zwar auch, aber insgesamt war das Frühstücksbuffet sehr reichhaltig. Es gab sogar viel frisches Obst und man konnte sich frische Waffeln selber machen.

Nach dem Frühstück sind wir in Richtung Nordosten zum Valley of Fire aufgebrochen. Der erste Teil der Strecke führt über die Interstate 15 bis man dann irgendwann rechts auf eine kleine Straße mitten durch die Wüste abbiegt. Die Strecke dauert insgesamt nur etwa 50 Minuten, weswegen wir zu den ersten Besuchern im Park gehörten.

Das Valley of Fire ist ein recht kleiner State Park. Da es keine Entrance-Station wie bei den Nationalparks gibt, an der man direkt zur Kasse gebeten wird, muss man auf einem kleinen Parkplatz am Eingang des Parks halten. Die 10 $ Eintrittsgebühr packt man zusammen mit der Fahrzeugdaten in einen Umschlag und wirft ihn in den dazugehörigen Briefkasten. Man nimmt sich dann so einen kleinen gelben Zettel auf den man das Nummernschild und das Datum schreibt und legt ihn ins Auto aufs Armaturenbrett. Dann hat man alle Formalitäten erledigt und kann in den Park fahren.

Die Hauptstraße des Parks ist zugleich der Scenic Drive und führt Richtung Norden an allen wichtigen Aussichtspunkten und Trailheads vorbei.

Wir haben uns im Voraus eine kurze Wanderung zu einer Felsformation namens Fire Wave herausgesucht, die insgesamt etwa eine Stunde dauern sollte. Der Ausgangspunkt hierfür ist der vorletzte Parkplatz entlang des Scenic Drive. Auf der Karte des Parks ist diese Route leider gar nicht eingezeichnet. Das hat aber auch den Vorteil, dass es noch ein kleiner Geheimtipp ist und die Route nicht so von Touristen überlaufen ist.

Als wir auf dem Parkplatz ankamen wurden wir direkt von einem Ranger begrüßt. Dieser wies uns darauf hin, dass wir bitte auf dem vorgegebenen Pfad bleiben sollen, da gerade eine Suchaktion nach einem vermissten Wanderer lief, der vom Weg abgekommen war. Ich fragte ihn noch, welche Schuhe am besten seien für den Weg und er sagte mir, dass wegen dem vielen Sand Wanderschuhe die beste Wahl seien. Damit hatte er vollkommen recht. Mit meinen Sandalen wäre die Tour nicht sehr angenehm geworden, zudem man am Ziel noch auf der Sandsteinformation herumklettern kann und dafür einen guten Gripp braucht.

Auf der anderen Seite der Straße, gegenüber dem Parkplatz, fängt der Trail zur Fire Wave an. Der Weg geht zunächst durch den Sand in Richtung einer großen roten Felsformation. Der Pfad ist hin und wieder mit Schildern gekennzeichnet, aber ansonsten nicht markiert. Manchmal muss man raten wo es jetzt genau langgeht, aber meistens sieht man am Horizont eine Wegmarkierung (Das kann ein Holzpfahl sein oder auch ein Haufen gestapelter Steine (Siehe Bilder)). Da es erst 9 Uhr war als wir losgelaufen sind, waren die Temperaturen noch sehr angenehm. Ab Mittag wird es in der Wüste fast unerträglich heiß und diverse Warnschilder raten vom Wandern in der Hitze ab. Wichtig ist, dass man genug Wasser mitnimmt. Der Wanderweg führt dann zunächst rechts um die Felsformation herum und dann über flachen Sandstein. Am Ende führt ein kleiner Abstieg hin zur Fire Wave. Der Ausblick von dort ist fantastisch. Die Felsen leuchten in allen möglichen Farben und das Tal hinter der Fire Wave ist überraschend grün, dafür, dass wir uns mitten in der Wüste befinden. Aufgrund der frühen Uhrzeit müssen wir uns diesen Ausblick nur mit einer Handvoll anderer Touristen teilen.

Nach einer kurzen Pause und jede Menge Fotos haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Unterwegs sahen wir noch einige Wüstenbewohner, wie eine Eidechse und einene Wüstenmaus. Um 10 Uhr waren wir dann wieder am Auto und sind die Scenic Road noch ein bisschen weiter bis zum Wendepunkt, den White Domes, gefahren. Eigentlich hatten wir vor den White Domes Loop Trail, der einmal um diese Felsformation herumführt noch abzulaufen, aber da inzwischen über 35°C herrschten und der Trail fast ausschließlich in der Sonne verläuft, entschieden wir uns dagegen und gingen nur ein kleinen Stück auf den Hügel zwischen den Felsen und wieder zurück. Auf der Rückfahrt konnten wir noch ein paar Dickhornschafe am Straßenrand beobachten.

Zurück ging es wieder entlang der Scenic Road durch die malerische Landschaft, vorbei am Visitor Center bis zur Kreuzung. Hier fuhren wir dann links in Richtung Osten, um zu unserem nächsten Ziel, dem Zion National Park, zu gelangen. Bei der Ausfahrt aus dem Park kamen wir noch an der Felsformation Seven Sisters und dem Trailhead (Weganfang) zum Elephant Rock vorbei. Beim nächsten Mal würde ich mir diese beiden Formationen gerne noch anschauen.

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