Buenos Aires Ciudad

Nach dem einigermaßen guten Flug und der minderguten Nachricht über unser vergessenes Gepäck, sind wir per (überteuertem) Taxi nach Buenos Aires zu unserem Host gefahren, den Imke über das AV (Anonymous for the Voiceless) Netzwerk organisiert hat und der für uns eine Couch bereitstehen hat. Unsere Gastgeber Boris und Gaby sind sehr nett, die Wohnung allerdings ist etwas gewöhnungsbedürftig und nichts für Menschen die sehr penible in Sachen Sauberkeit sind.

Bei Boris und Gaby angekommen haben wir erst einmal eine Dusche genommen und haben dann mit Boris dann die ersten wichtigen Sachen wie SIM-Karte kaufen, Guthabenkarte für den ÖPNV kaufen und Bargeld holen, erledigt. Danach sind wir in einem super leckeren veganen Restaurant LovingHut essen gegangen. Gaby und Boris haben uns im Anschluss an das riesige Mahl durch Buenos Aires geführt und uns einige schöne Ecken gezeigt. Außerdem haben wir uns den ersten Sonnenbrand des Jahres eingefangen (da unsere Sonnencreme noch in London lag).

Danach sind wir zurück zur Wohnung und wollten uns etwas hinlegen. Daraus ist dann allerdings ein ausgedehnter Schlaf geworden, und so war es dann schon 20:00 Uhr. Boris hat für uns gekocht und wir haben uns noch länger über argentinische und deutsche Unterschiede, Besonderheiten und Gemeinsamkeiten unterhalten.

Am nächsten Tag haben wir unseren Jetlag auskuriert und sind morgens in einen Park mit einem schönen See gelaufen und haben dort unser Obst-Frühstück genossen und auf den Anruf gewartet, dass unser Gepäck in Buenos Aires angekommen ist. Leider ist dies nicht passiert. Daher haben wir am Flughafen angerufen und sie haben uns mitgeteilt, dass das Gepäck erst am nächsten Tag ankommen wird :unamused:
So haben wir noch etwas in der Wohnung von Boris und Gaby gechillt. Nachmittags sind wir zu einer Shopping Mall gefahren, um eine Unterhose für Georg zu kaufen, da er nur die dabei hatte, die er schon auf dem Hinflug getragen hat. Außerdem war an der Mall ein Cube von Anonymous for the Voiceless - Chapter Buenos Aires, an dem Imke teilnehmen wollte. Georg hat sich in der Zeit mit seinem Laptop in einen Starbucks zurückgezogen. Abends sind wir dann noch mit den Leuten vom Cube zu dem veganen Restaurant LovingHut gegangen.

Am nächsten Tag haben wir uns zum Frühstück wieder Obst und Brötchen gekauft und sind zu dem Park vom Vortag gelaufen und gefrühstückt. Danach wollten wir in dem Naturreservat Reserva Ecológica de Buenos Aires eine kleine "Wanderung" unternehmen, daraus wurde dann aber nichts, da uns die Dame vom Flughafen anrief, da unsere Backpacks in der Zwischenzeit in Buenos Aires angekommen waren (Außerdem sind Parks montags geschlossen s.u.). Somit haben wir mit der App Beat ein "Taxi" zum Flughafen bestellt. Im Vergleich zu dem Taxi vom ersten Tag (23 €) haben wir für diese Fahrt dann für hin und zurück 19 € gezahlt. Und wir hatten endlich unser Gepäck :satisfied:

Überglücklich haben wir dann erstmal uns wettergerecht umgezogen und sind mega lecker israelisch im Eretz Cantina Israeli essen gegangen. Am Nachmittag wollten wir verschiedene Parks in Buenos Aires anschauen, aber leider ist montags alles geschlossen, sodass uns nur die frei zugängliche Parks blieben. Aber auch hier haben wir schöne Parks entdeckt, sodass wir den Tag entspannt im Grünen herum geschlendert sind.
Am Abend stand dann unsere erste private Tanzstunde Tango Argentino an, die Imke über die Couchsurfing Plattform organisiert hatte. Unser Tanzlehrer hat uns gut in den Tanzstil eingeführt, sodass wir nach der ersten Stunde schon einige Tanzschritte draufhatten. Nach der Tanzstunde ist er dann noch mit uns zu einer Abendveranstaltung gegangen, auf der wir das Erlernte in der Praxis anwenden konnten, denn hier wurde nur Tango Argentino getanzt. Da wir uns aber noch nicht wirklich sicher fühlten, hat es etwas gedauert, bis wir uns auf die Tanzfläche trauten. Vor allem da alle anderen augenscheinlich deutlich besser waren. So tanzten wir insgesamt zu 5 bis 6 Liedern und versuchten uns an das zuvor Erlernte zu erinnern :grimacing:

Am vierten Tag haben wir den Plan vom Vortag umgesetzt und sind durch das Reservat Reserva Ecológica de Buenos Aires geschlendert. Wir waren etwas enttäuscht, da wir einen natürlicheren Park mit kleinen Wegen und Zugang zum Wasser erwartet haben. Die Wege waren aber eher sehr breit angelegt und es fühlte sich daher nicht so richtig nach einem Naturreservat an.

Von dort aus sind wir weiter Richtung La Boca gelaufen, dem Touri-Magnet in Buenos Aires, in dem die schönen bunten Häuschen stehen und es viele Restaurants gibt, in denen der Tango Argentino vorgeführt wird. Die Straßen quollen über vor Touristen und der Charme des Viertels geht durch die vielen Touri-Stände, Restaurants und Tango-Damen, die für ein kleines Trinkgeld eine Tango-Einlage fürs Foto darlegen, ziemlich unter.

Nachmittags sind wir dann noch zur zweiten Haupt-Touristenattraktion La Recoleta gefahren. Der Friedhof ist für deutsche Verhältnisse sehr skurril, da es überirdische Mausoleen sind. Teilweise zerfallen, teilweise ganz neu. Die meisten haben Glastüren und so kann man in den oberen Teil hineinsehen, wo z.T. Särge gelagert sind und sich oft ein Platz für persönliche Dinge wie Bilder oder ähnliches befinden. Unterhalb befindet sich dann meist noch eine Gruft, in der weitere Särge aufeinandergestapelt untergebracht sind. In einem Mausoleum sind mitunter rund 5 bis 6 Särge untergebracht, je nachdem wie alt das Mausoleum war. Auch die Bauten selbst unterscheiden sich sehr stark voneinander. Teilweise sehr opulent mit viel Marmor und großen Glastüren, manchmal eher klein und zierlich. Sicherlich alles eine Frage des Geldes.

Nach dem Friedhof haben wir noch eine Kleinigkeit gegessen. Es gab super leckeres Brot mit verschiedenen Dips und dazu ein belegtes Brot mit Avocado, Tomaten und Pesto. Das Brot war echt klasse und kam schon sehr nah an deutsche Maßstäbe heran. Abends sind wir recht früh schlafen gegangen, da wir am nächsten Morgen um ca. 04:00 Uhr aufstehen mussten, da unser Flieger nach Ushuaia um 07:00 Uhr ging.

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